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Für die digitale Zukunft gerüstet

E-Handwerk strukturiert Ausbildungsberufe neu und stellt damit die Weichen für die Zukunft

Die fortschreitende Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Art und Weise, wie wir wohnen. Smart Home beispielsweise wird immer beliebter: Experten gehen davon aus, dass der Umsatz im Smart-Home-Markt 2020 auf über 4,2 Milliarden Euro wachsen wird. Gebäude, die sich mit digitaler Technik bedienen lassen, überzeugen ihre Bewohnerinnen und Bewohner vor allem durch Komfort und Sicherheit. Immer wichtiger wird darüber hinaus das Thema Energieeffizienz. Über eine smarte Steuerung lässt sich der Energieverbrauch aller Anwendungen aufeinander abstimmen. Die immer stärker gefragte Automatisierung von Wohnungen, Häusern und Gebäuden bedeutet für die elektro- und informationstechnischen Handwerke komplexer werdende Aufgaben. Weil das E-Handwerk immer am Puls der Zeit ist, werden im kommenden Jahr die Ausbildungsberufe neu strukturiert, um diesen Aufgaben optimal begegnen zu können.

Aus sieben werden fünf: Neue Ausbildungsberufe für die digitale Zukunft
Mit der Neuordnung der Ausbildungsberufe reagiert der ZVEH auf die Entwicklungen in der Technik und am Markt. Aus sieben Ausbildungsberufen werden fünf: Der Beruf der Elektroniker/in differenziert sich künftig nur noch in die Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik. Letztere entsteht durch Zusammenlegung der Fachrichtung Automatisierungs-technik mit der Systemelektronikerin/dem Systemelektroniker. Bewährte Strukturen werden beibehalten, Themen aus den Bereichen Digitalisierung und Energiewende fließen jedoch verstärkt in die Lerninhalte ein.
Der zukünftige Ausbildungsberuf Informationselektroniker/in bündelt die Inhalte aus den bisherigen Ausbildungsberufen Informations-elektroniker/in Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik sowie Schwerpunkt Bürosystemtechnik und der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik. Neu geschaffen wird der/die Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration. Damit entsteht ein neuer Ausbildungsberuf, der den Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, Rechnung tragen soll.

Fit für die Herausforderungen von intelligenten Gebäuden
Ob Ambient Assisted Living, smarte Heizungssteuerung und Bewegungsmelder im privaten Wohnungsbau oder Zutrittskontrolle, digitale Videoüberwachung und Datenkommunikation im gewerblichen Bereich: Der klassische „Elektroniker“ entwickelt sich über die neuen Techniken immer stärker zum Systemintegrator. Auf die Handwerkerinnen und Handwerker kommen damit neue Aufgaben zu, denn die Kundinnen und Kunden suchen umfassende Beratung. Der neue Ausbildungsberuf „Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration“ greift diese Entwicklungen auf und befähigt die Auszubildenden, den Herausforderungen der digitalisierten Zukunft zu begegnen. Ziel der handwerklichen Betriebe ist es, Speziallösungen für jede Gebäudegröße umzusetzen und individuelle, maßgeschneiderte gebäudetechnische Komplettlösungen anzubieten.

Die Nachwuchssuche für das kommende Jahr läuft bereits
Schon jetzt beginnt für viele Betriebe die Suche nach Auszubildenden für das nächste Jahr. Neue, für die Nachwuchssuche entwickelte Banner bringen mit frechen Sprüchen auf den Punkt, warum es sich lohnt, ein E-Zubi zu werden: „Mach nicht 0815. Mach was mit Spannung!“ Eine Ausbildung in den E-Handwerken ist der Start in einen Berufsweg, der spannende und vielfältige Perspektiven bietet. Bei den verschiedenen Ausbildungsberufen findet jeder Elektro-Interessierte den Beruf, der perfekt zu den eigenen Interessen und Stärken passt.
Wer noch mehr über die Ausbildung im E-Handwerk wissen möchte, findet auf www.e-zubis.de viele Infos und über den Stellenfinder den passenden Ausbildungsplatz.

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