Psychedelische Medizin ist in weiten Teilen Europas legal. Sie zu finden, war bisher nahezu unmöglich.
Für eine Arzneimittelklasse, die Schlagzeilen füllt, sind zugelassene Esketamin- und Ketaminbehandlungen, rekrutierende klinische Studien und genehmigte psychedelisch-assistierte Therapie in Europa erstaunlich schwer tatsächlich zu erreichen. Die Informationen verteilen sich auf 27 Regulierungssysteme in einem Dutzend Sprachen, Klinikmarketing steht unmittelbar neben belegten Fakten, und wenn jemand einen KI-Assistenten fragt, wohin er sich wenden soll, gab es bislang keine verlässliche Quelle, die dieser zitieren könnte. PsyAccess, das heute startet, ist diese Karte: ein kostenloses Verzeichnis mit 487 zugelassenen und über offizielle Register rückverfolgbaren Einträgen aus 27 Ländern, jeder mit der Quellenangabe direkt im Eintrag.
Die Aufnahme prüft Zulassung und Faktenangaben anhand offizieller Register – nie die klinische Qualität, die Wirksamkeit oder die Behandlung selbst. PsyAccess erstellt keine Rangfolgen von Anbietern.
Das Erste, was die Karte zeigt, ist, wie ungleich der Zugang verteilt ist. Von den 103 Anbietern, die psychedelisch-assistierte Therapie im engeren Sinne durchführen dürfen, sind 101 Behandelnde, die im Rahmen der Schweizer Ausnahmebewilligungen für einzelne Patienten arbeiten, und 2 sind deutsche Standorte in einem genehmigten Psilocybin-Compassionate-Use-Programm (BfArM, § 3 BtMG). Jedes andere Land im Verzeichnis hat keinen einzigen. Sieben Länder – Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien und die Slowakei – haben genau einen geprüften Anbieter, gleich welcher Art. „Legal“ und „erreichbar“ sind, wie sich zeigt, sehr unterschiedliche Wörter – je nachdem, wo ein Patient gerade lebt.
Ungewöhnlich an dem Verzeichnis ist nicht, dass es existiert, sondern wie es gebaut ist. In einem Feld, in dem Klinikmarketing oft nicht von Fakten zu unterscheiden ist und Verzeichnisse nach US-Vorbild auflisten, wer dafür zahlt, macht PsyAccess beinahe das Gegenteil. Der Eintrag ist kostenlos, und keine Zahlung beeinflusst, ob ein Anbieter aufgenommen wird, an welcher Stelle er erscheint oder wie sein Eintrag geprüft wird. Jeder Eintrag braucht mindestens zwei unabhängige Quellen – der Standard, den eine Redaktion an einen Fakt anlegt –, und wo ein öffentliches Register existiert, muss eine davon dieses Register sein. Ein Eintrag, der diese Hürde nicht nimmt, wird nicht stillschweigend als „ungeprüft“ markiert. Er wird entfernt und bleibt entfernt, bis er erneut belegt werden kann.
Die Zugangswege sind nicht austauschbar, und das Verzeichnis hält sie auseinander: 212 zugelassene Esketamin-Zentren, 129 Prüfzentren klinischer Studien, 103 genehmigte Anbieter psychedelisch-assistierter Therapie und 43 Kliniken für Ketamin oder ketamingestützte Psychotherapie. Bei den 129 Prüfzentren ist die Teilnahme Forschung nach einem Studienprotokoll und keine Form verfügbarer klinischer Versorgung. Zählt man nur die Wege, über die eine Patientin oder ein Patient tatsächlich behandelt werden kann, umfasst die Karte 358 Anbieter, nicht 487.
„PsyAccess ist der patientenseitige Teil dessen, wie dieses Feld nach unserer Überzeugung besser wird: durch Vertrauen, nicht durch Hype. Jeder Eintrag lässt sich auf ein offizielles Register zurückführen, und was wir nicht belegen können, löschen wir, statt es aufzuhübschen. PsyAccess gehört zur Pink Elephant Group – und rechtfertigt dieses Vertrauen gerade dadurch, dass es unabhängig von allem arbeitet, was wir sonst tun.“
Iurii Filatov — Mitgründer & CEO, Pink Elephant Group
„Mit dem wachsenden Interesse an psychedelischer Medizin stehen Patientinnen und Patienten vor einer zunehmend komplexen Landschaft: zugelassene Behandlungen, Off-Label-Anwendungen in der klinischen Praxis und Prüftherapien, die es nur im Rahmen von Forschung gibt. Einen Anbieter im Netz zu finden, sagt sehr wenig über den regulatorischen Status, die Evidenzlage oder die Sicherheitsvorkehrungen dieser Versorgung aus. Eine transparente, mit Quellen verlinkte Infrastruktur, die Menschen dabei hilft zu verstehen, was tatsächlich verfügbar ist, und die klar zwischen klinischer Behandlung und Studienteilnahme unterscheidet, ist ein wichtiger Schritt hin zu sichererem, besser informiertem und gerechterem Zugang.“
Dr. Rayyan Zafar — PhD, MRSB, Neuropsychopharmakologe und UKRI-Postdoktorand
„Wenn jemand leidet und keinen klaren Weg findet, landet er aus purer Verzweiflung sehr schnell bei improvisierten Lösungen. Psychische Gesundheitsversorgung braucht ein Fundament: ein eingespieltes Team, einen klaren ethischen Rahmen und ein sicheres Umfeld. Es geht nicht darum, jemanden zu verurteilen. Es geht darum anzuerkennen, dass die Begleitung vulnerabler Menschen Struktur und gebündelte Fachkompetenz verlangt.“
Òscar Parés — Gründer und CEO, Clínica Synaptica
„Im vergangenen Jahrzehnt ist die Nachfrage nach psychedelischen Therapien stark gestiegen, doch Patientinnen und Patienten wissen oft nicht, wohin sie sich für Behandlungen mit belastbarer klinischer Aufsicht wenden sollen. PsyAccess hilft, diese Lücke zu schließen. Mit annähernd 490 geprüften Anbietern in ganz Europa ist das eine wertvolle Ressource, um zugelassene Kliniken und Forschungszentren zu finden. Ich rechne damit, dass die Zahl der Behandlungszentren in den kommenden Jahren stark wächst, je näher Psychedelika der Zulassung kommen – ein kostenloses und aktuelles Verzeichnis wird damit nur noch nützlicher.“
Tom McDonald — Vorstandsmitglied und Mitgründer, Clerkenwell Health
„Als Arzt, der Ketaminbehandlungen durchführt, haben für mich die Sicherheit der Patienten und strikte klinische Protokolle höchste Priorität. Zu viele Menschen, die in Europa eine psychedelische Therapie suchen, landen in unregulierten oder ungeprüften Settings – schlicht, weil sie nicht wissen, wo sie sonst suchen sollen. Eine Plattform wie psyaccess.health ist ein dringend nötiger medizinischer Filter, der Patientinnen und Patienten mit sorgfältiger, fachlich supervidierter Versorgung zusammenbringt.“
Dr. Christopher Gauci — MD MRCS(Ed) EDAIC, Anästhesist und Intensivmediziner
PsyAccess ist auch ungewöhnlich deutlich darin, was es nicht ist. Es erstellt keine Rangfolgen von Anbietern und kürt keine „besten“ Kliniken. Es trifft keine Aussage darüber, ob eine Behandlung wirkt. In manchen Ländern ist die Abdeckung dünner, weil der Zugang dort tatsächlich dünn ist; hat ein Land zwei zugelassene Standorte, zeigt das Verzeichnis zwei. All das steht auf der Website selbst und nicht versteckt in einem Haftungsausschluss.
Das Verzeichnis ist kostenlos, in fünf Sprachen verfügbar (Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Polnisch) und speichert nichts aus seinem browserbasierten Eignungscheck, sofern Nutzerinnen und Nutzer nicht selbst eine Anfrage senden. Der vollständige Datensatz ist offen unter CC BY veröffentlicht: psyaccess.health/data. Jeder Anbieter kann seinen eigenen Eintrag korrigieren oder entfernen lassen: psyaccess.health/for-providers. Das Verzeichnis ist ab sofort unter psyaccess.health erreichbar, die vollständige Prüfmethodik ist öffentlich unter psyaccess.health/methodology.
Kontakt
PINK ELEPHANT, UNIPESSOAL LDA
Anna Maximova
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1070-313 Lisboa
+995591065399

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