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DSGVO: Eine Chance für Smart Home Anbieter?

Am 25.05. ist es soweit und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) tritt in Kraft. Sie gilt für jeden, der personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeitet. Neben Webseitenbetreibern gehören natürlich auch Smart Home Anbieter dazu. Eine Chance für mehr Vertrauen?

DSGVO – eigentlich ein alter Hut?

Wer die magischen Buchstaben in Googles Suchmaske eingibt, wird überhäuft mit Anleitungen, den wichtigsten Änderungen und wie Onlineshops und Unternehmen die neue EU-DSGVO umsetzen können, überhäuft. Hinter den Kulissen dürfte es also mancherorts ziemlich hektisch zugehen. Wer sich allerdings mit dem Inhalt auseinandersetzt, bemerkt schnell, dass zu großen Teilen deutsches Recht als Vorlage diente und womöglich bislang nur ignoriert wurde.

Smart Home Anbieter auf der Suche nach Vertrauen

Die DSGVO betrifft nicht nur Webseitenbetreiber und Online-Shops, sondern jeden, der Daten von EU-Bürgern verarbeitet. Vollkommen egal, ob das Unternehmen selbst in der EU ansässig ist oder nicht. Lädt ein Unternehmen die gesammelten Daten in eine externe Cloud, dann muss auch der Cloudanbieter DSGVO-konform arbeiten und so weiter. Es kursieren sogar schon Alptraum-Briefe, die zur Übung in Unternehmen gedacht sind. Der informierte Kunde möchte umfassend Auskunft haben.

Solche Briefe müssen auch Smart Home Anbieter erwarten und vor allem ordentlich beantworten können. Und vielleicht bringt die Verordnung ja tatsächlich auch einen kleinen Vertrauenszuwachs für die Branche. Schließlich haben viele Anwender bislang datenschutzrechtliche Bedenken gegenüber vernetzter Haustechnik. Gerade, wenn die Daten aus dem eigenen Zuhause auf einem Cloudserver im Ausland liegen, ist die Skepsis hoch.

Mit Inkrafttreten der DSGVO am 25.05. sind auch Smart Home Anbieter aus dem Ausland gesetzlich zu mehr Datenschutz verpflichtet, denn die Verordnung soll ja EU-Bürger schützen. Wer seine Dienste in der EU anbietet, muss sich an die DSGVO halten. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen: Bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Konzernumsatzes – der im Einzelfall höhere Betrag ist bei Verstößen zu bezahlen. Smart Home Anbieter haben also in wenigen Wochen selbst ein gesteigertes Interesse an DSGVO-Konformität.

Doch anstatt die neuen Regelungen als Belastung zu sehen, könnte es eben auch eine Chance sein, um mehr Vertrauen der Nutzer zu gewinnen.

 

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