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MYNT Tracker Verpackung

MYNT Tracker im Test: Nie wieder lange nach Schlüssel und Co. suchen

Montagmorgen, 25 Minuten später als üblich. Es fehlen: Schlüssel und Portemonnaie. Wo waren sie gleich noch? In solchen und vielen weiteren Situationen kann Ihnen der MYNT Tracker weiterhelfen. Wir haben ihn für Sie getestet.

MYNT Tracker: Die Idee

Das große Problem, wenn man Dinge verliert: Man bemerkt es erst, wenn es zu spät ist. Und dann findet man sie so schnell nicht wieder. Meistens passiert so etwas ausgerechnet dann, wenn man es ohnehin eilig hat. Diese Lücke möchte der MYNT Tracker schließen. Denn er hilft Ihnen, Ihre Dinge in Windeseile wiederzufinden. Das ist allerdings nicht der einzige Zweck. Denn Sie können das Gadget auch als einfachen Presenter für Ihr nächstes Meeting einsetzen.

Das kleine Teil sieht aus wie ein Dog Tag, also diese Erkennungsmarke mit abgerundeten Ecken. Allerdings in der smarten Ausführung. Denn im Inneren sitzt eine CR2020 Knopfzelle, die dem MYNT Tracker Leben einhaucht. Und zwar in Form von Bluetooth und einem winzigen Lautsprecher. Dazu gleich mehr. Zunächst packen wir den smarten Helfer aus und nehmen ihn in Betrieb.

Der Lieferumfang

MYNT Tracker Lieferumfang

In der kompakten Verpackung finden sich neben dem MYNT Tracker auch eine Ersatz-Batterie, Schlüsselring und -band sowie zwei doppelseitige Klebepads und eine Schnell-Anleitung.

MYNT Tracker: Inbetriebnahme

MYNT Tracker App-Start

Wichtige Dinge selbst wiederfinden und auch von Freunden wiederfinden lassen – die Einleitung der MYNT Tracker App klingt vielversprechend.

Um zu starten, brauchen Sie die MYNT Tracker App. Die Anwendung bekommen Sie für iOS und Android. Nach dem Start der App registrieren Sie dann Ihr Benutzerkonto, aktivieren Bluetooth und können loslegen: Ziehen Sie die blaue Plastikfolie aus dem MYNT Tracker und folgen Sie den Schritten:

MYNT Tracker Einrichtung

Leichter geht es fast nicht: Folie raus, koppeln, Verwendung festlegen – fertig.

Praktisch: In der Übersicht bekommen Sie anhand der Signalstärke mitgeteilt, wie weit der Tracker etwa entfernt ist und darüber hinaus auch noch den Ladestand der Knopfzelle angezeigt. So können Sie sie zum richtigen Zeitpunkt austauschen.

MYNT Tracker im Alltag

Unser Test-Exemplar kam im Portemonnaie zum Einsatz. Denn das versteckt sich unheimlich gerne und sorgt dadurch regelmäßig für Zeitverlust. Damit sollte ein für alle Mal Schluss sein. Und wenn man schon seine Hausgeräte vernetzt, warum dann nicht auch einen smarten Helfer für solche Kleinigkeiten ausprobieren? Die ersten beiden Tage ging es gut – das Portemonnaie hat sich keinen Zentimeter bewegt. Wohl auch, weil es unter besonderer Beobachtung stand. Jetzt verschwinde endlich, wir wollen dich finden müssen.

 

MYNT Tracker Größe

Kompaktes Design: Mit Maßen von ca. 5 x 2,5 x 0,3 Zentimeter fällt der MYNT Tracker kaum auf.

Am dritten Tag dann die Erleichterung: Es war verschwunden. Weder am Stammplatz, noch in irgendeiner Tasche oder vom Tisch gefallen. Also Ruhe bewahren und die MYNT Tracker App starten. Sofort übernehmen Bluetooth-Wellen die Suche. Je nachdem, wie groß das mögliche Gebiet ist, kommt also nicht sofort eine Verbindung zustande. Dann einfach mal ein wenig mit geöffneter App herumlaufen. Nach kurzer Zeit dann der erste Erfolg: Die Verbindung steht – es muss sich also irgendwo in der Nähe befinden.

Und dann wird es wirklich clever. Denn anstatt jetzt wieder aufwendig selbst suchen zu müssen, kommt der Lautsprecher am MYNT Tracker zum Einsatz. Per App lassen wir ihn klingeln. Der Sound ist zugegeben etwas mager, aber die Frequenz der Pieptöne vernünftig gewählt. Dieses Gedudel nimmt man trotz geringer Lautstärke gut wahr und kann es auch hervorragend orten. Die Musik im Raum sollten Sie trotzdem abschalten. Also für draußen eher nicht so geeignet, aber für unseren Zweck absolut ausreichend und vermutlich auch ganz gut für das Batterie-Leben. Die gesamte Suche war in 50 Sekunden erledigt – Rekordzeit.

MYNT Tracker: Die weiteren Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten

Wir haben den MYNT Tracker für unseren Test mit einem Samsung Galaxy S7 edge gekoppelt. Darauf läuft Android 7 – und der MYNT Tracker wird in diesem Fall als Bluetooth-Tastatur geführt. Das klingt zuerst etwas merkwürdig, denn mit einer vollwertigen Tastatur hat der Tracker ja nun nicht unbedingt etwas zu tun. Dafür hat er aber einen Knopf in der Mitte. Und mit diesem Knopf können Sie ebenfalls allerhand anstellen:

  • Einfaches Drücken,
  • Doppeltes Drücken,
  • Dreifaches Drücken,
  • Halten,
  • Drücken und dann halten

sind per App mit Funktionen belegbar. Zum Beispiel als Play/Pause-Button, zur Lautstärke-Regulierung oder – und dann funktioniert der Tracker umgekehrt – um schnell mal das Smartphone klingeln zu lassen. Solange Sie also eins der beiden Geräte griffbereit haben und sich in Bluetooth-Reichweite des anderen befinden, finden Sie sie jeweils schnell wieder.

Doch die Kernfunktion bleibt natürlich das Wiederfinden von Gegenständen bzw. die Nachricht, wenn sich etwas oder jemand von Ihnen entfernt. In der MYNT Tracker App können Sie selbstverständlich auch mehrere Tracker parallel nutzen. Dafür gibt es auch vorgefertigte Profile – etwa das Portemonnaie, den Schlüssel, aber auch das Kleinkind oder das Haustier.

Die Community findet Ihre MYNT Tracker bei Bedarf

Wir sind alle ein wenig schusselig und verlieren ab und zu mal Dinge. MYNT-Nutzer können sich aber beim Wiederfinden gegenseitig helfen. Denn Ihr Smartphone ortet nicht nur Ihre eigenen MYNT Tracker, sondern auch fremde.

Sobald Sie einen Ihrer Tracker als verloren melden, können Sie sich benachrichtigen lassen, sobald ein anderer Nutzer in Bluetooth-Reichweite ist und ihn dadurch sozusagen gefunden hat. Aktuell dürfte die Community hierzulande noch etwas mager besetzt sein, weil der MYNT Tracker aus den USA kommt – doch wenn auch ein paar Exemplare in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zum Einsatz kommen, dann dürften verlorene Gegenstände die absolute Ausnahme bleiben.

Unser Fazit zum MYNT Tracker

Die Idee eines Bluetooth-Tags zum Wiederfinden von verlorenen Gegenständen ist nicht neu. Das gibt es schon seit einiger Zeit. Der MYNT Tracker kann jedoch mehr. Features wie die Klingel-Funktion, die angeschlossene Community und auch die Presenter-Eigenschaft bieten dabei den Mehrwert. Das Teil bezieht seine Energie per Knopfzelle, die sich leicht wechseln lässt und im Normalbetrieb wohl ein Vierteljahr halten dürfte. Der Preis von knapp 20 US-Dollar pro Stück ist dafür absolut angemessen und fair. Lediglich die Vernetzungsmöglichkeit mit weiteren Smart Home Geräten und Systemen kommt aus unserer Sicht aktuell noch etwas zu kurz. Allerdings ist der Tracker offen für Apps von Drittanbietern. Mal sehen, wohin die Reise geht. Wir sind gespannt drauf.

Weitere Infos zum MYNT Tracker von Slightech finden Sie auf www.slightech.com.

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Gerrit Schwerz

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