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Netatmo Healthy Home Coach Test: Mit Sensoren zum Wohlfühlklima?

Die neue Rubrik bei Netatmo heißt Aircare. Man möchte sich also um die Luftqualität bei Ihnen zuhause kümmern. Und dafür bekommen Sie den Netatmo Healthy Home Coach zur Seite gestellt. Wir haben das Gerät ausführlich für Sie getestet und verraten, was es kann.

Lieferumfang und technische Daten

Der Karton geht auf. Darin befindet sich ein Alu-Zylinder, wie man ihn auch von der Wetterstation oder der Netatmo Welcome kennt. Farbe diesmal: Lachs oder ein Mix aus Rosa und Orange oder etwas in der Art. Jedenfalls zu „anders“, als dass wir uns da näher festlegen können. Die Farbe passt wahrscheinlich in viele modern eingerichtete Räume. An der Verarbeitung haben wir absolut nichts auszusetzen. Was ist noch in der Packung? Ein weißes Netzteil zur Stromversorgung. Der Saft wird über den Micro-USB-Anschluss auf der Rückseite angeliefert. Weitere Kabel gibt es nicht.

netatmo healthy home coach

Welche Farbe ist es denn jetzt? In der Mitte zeigt die LED jedenfalls, dass die Luftqualität im grünen Bereich liegt.

Denn der Netatmo Healthy Home Coach möchte vor allem durch innere Werte überzeugen. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt und Lautstärke-Pegel. Die Daten werden alle paar Minuten erhoben und wandern auf Ihr Smartphone. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, können Sie den Home Coach oben antippen. Dann misst er sofort nach und zeigt per LED an der Vorderseite auch an, wie es um die Luftqualität im Raum bestellt ist.

Netatmo Healthy Home Coach Test: Einrichtung unter Android

Unser Test lief in einem Android-Haushalt. Und die Einrichtung ging innerhalb weniger Minuten vonstatten. Dazu benötigen Sie bloß Ihr Smartphone mit der entsprechenden App (Android und iOS), ein 2.4GHz-WLAN und das dazu passende Kennwort. In der App geht es direkt mit dem Einrichtungsassistenten los. Wie auch bei der Welcome-Kamera oder der Wetterstation stellen Sie zunächst eine Verbindung per Bluetooth her und geben dann die Daten für Ihr WLAN ein. Bei unserem Testgerät gab es dabei kein Problem, solange DHCP am Router eingeschaltet ist. Statische IPs werden zwar auch explizit unterstützt, allerdings traten damit in unserem Fall ein paar Probleme auf. Die ließen sich leider auch nicht per PC-Software lösen, denn für den Netatmo Healthy Home Coach ist ausschließlich Steuerung und Verwaltung per App vorgesehen.

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Das Beste kommt zum Schluss: Im letzten Schritt der Einrichtung können Sie eines von drei Profilen auswählen.

Zum Schluss der Einrichtung kommt noch ein wesentliches Merkmal: Sie wählen ein Profil. Und zwar für wen die Luftqualität optimiert werden soll. Zur Auswahl stehen dabei „die ganze Familie“, ein „Baby“ und ein „Asthmatiker“. In unserer Testumgebung fand sich zwar keine Familie und kein Baby, dafür aber ein Asthma-Patient.

Netatmo Healthy Home Coach: App-Überblick

Dann konnte es auch schon losgehen. Nach der Einrichtung fing der Coach direkt mit seinen Messungen an. Zur schnellen Einordnung der Werte hilft eine Farbskala. Blau ist hervorragend, grün gut und wird es von gelb über orange bis rot immer schlechter. Alle aktuellen Daten bekommen Sie übersichtlich angezeigt. Die Gesamtqualität der Luft nimmt im oberen Bereich des Displays ungefähr ein Drittel ein. Darunter folgen dann die einzelnen Messwerte. Die können Sie antippen und bekommen dann weitere Tipps, wie Sie die Luftqualität in den einzelnen Punkten verbessern können. A unteren Rand der App können Sie stundenweise zurückspulen, um sich den Verlauf der Messungen anzuschauen. Ja, und das war es auch schon mit der App-Oberfläche. Sobald ein Wert nicht mehr „gut“ ist, bekommen Sie eine Push-Benachrichtigung und können die vorgeschlagenen Maßnahmen in die Tat umsetzen. In den erweiterten Einstellungen der App legen Sie fest, bei welchen Ereignissen Sie benachrichtigt werden möchten.

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Trotz erhöhtem CO2-Gehalt ist die Luftqualität noch ausgewogen.

Unterschied zwischen Wetterstation und Healthy Home Coach

Wenn Sie die Netatmo Wetterstation bereits kennen, fallen Ihnen bestimmt nicht allzu viele Neuerungen auf. Denn sowohl die Wetterstation, als auch der Netatmo Healthy Home Coach messen die gleichen Parameter. Worin liegt also der Unterschied zwischen beiden Geräten? Wir können sagen: Im Detail.

Was kann der Healthy Home Coach, was die Wetterstation nicht kann?

Das ist in erster Linie wahrscheinlich die Anbindung an Apples HomeKit. iOS-Nutzer können das Gerät darin einbinden und dann mittels Home-App und Siri nutzen. In unserer Android-Umgebung ging das natürlich nicht. Wenn Sie damit Erfahrungen haben, schreiben Sie doch einen Kommentar. Der Vorteil für alle Nutzer aber gleich hinterher: Es gibt detaillierte Tipps, wie Sie die Luft für Babys und Asthmatiker optimieren können. Das kann die Wetterstation in diesem Umfang nicht liefern.

Was kann die Wetterstation, was der Healthy Home Coach nicht kann?

Die Wetterstation ist als modulares System angelegt. Ein wesentlicher Unterschied, denn der Healthy Home Coach arbeitet solo bzw. kann nicht durch weitere Module erweitert werden. Sie müssten also für jeden Raum ein Exemplar kaufen. Außerdem fehlt ein Web-Interface, über das Sie die gemessenen Daten auswerten können. Der Regler am unteren Displayrand ist okay, aber als einzige Möglichkeit aus unserer Sicht leider etwas mager. Und dann natürlich IFTTT. Denn der Healthy Home Coach zieht sein Ding eben lieber alleine durch. Die Vernetzungsmöglichkeit mit dem beliebten Automatisierungsdienst ist laut Hersteller nicht geplant.

Preis und Verfügbarkeit

Ein Netatmo Healthy Home Coach hat eine UVP von 99,99 Euro und ist Stand Mitte November 2016 auch nur direkt beim Hersteller erhältlich.

Fazit

Leider muss sich der Netatmo Healthy Home Coach an der Wetterstation messen. Und dabei unterliegt er mangels Funktionsumfang eben doch. Die Tipps zur Optimierung sind zwar völlig in Ordnung, allerdings auch innerhalb kürzester Zeit im Kopf der Bewohner verinnerlicht. Dieses Gerät lohnt sich aus unserer Sicht nur für Menschen, die maximal zwei Räume überwachen möchten und keinen Außensensor benötigen. Denn mit einer UVP von 169 Euro liegt die Wetterstation zwar deutlich über einem Healthy Home Coach – allerdings lassen sich weitere Indoor-Module für 69 Euro (UVP) dazukaufen. Und dann auch per IFTTT vernetzen und im Browser übersichtlich auswerten.

  • Pro
  • Contra
  • HomeKit-Anbindung
  • 3 Profile für Bewohner-Bedürfnisse
  • Detaillierte Tipps zur Steierung der Luftqualität
  • Geringer Funktionsumfang
  • Misst gleiche Daten wie die Wetterstation
  • Keine Vernetzungsmöglichkeiten per IFTTT

Herstellervideo

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Gerrit Schwerz

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