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Smart Home Daten

Smart Home Daten: Bald ein frei handelbares Gut?

Vernetzte Geräte verarbeiten Daten. Viele Bewohner von Smart Homes wissen das zu schätzen. Schließlich geschehen dadurch viele Dinge automatisch im Hintergrund. Doch was, wenn ein Hersteller plötzlich mit den gesammelten Nutzerdaten Handel betreiben möchte?

Smart Home Daten dürften sehr begehrt sein

Was bei Ihnen zuhause passiert, das bleibt auch dort. Und wenn etwas nach außen dringt, dann entscheiden Sie das. In einem Smart Home arbeiten aber eben auch vernetzte Geräte und sammeln Daten. Für Bewohner bleibt mitunter unklar, was die Sensoren und Komponenten eigentlich alles mitbekommen und was sie damit machen. Bleibt alles in den eigenen vier Wänden oder landen die Daten auf den Servern des Herstellers? Und was stellt der Hersteller eigentlich mit den Nutzungsdaten an?

Um diese Fragen zu stellen, braucht man keine Kopfbedeckung aus Leichtmetall. Denn vor kurzem machte eine Meldung über den Saugroboter-Hersteller iRobot die Runde. Der Hersteller könne sich vorstellen, mit dem Einverständnis der Kunden, die gesammelten Daten an andere Konzerne zu verkaufen. Hintergrund: Die Saugroboter sind mit allerlei Sensorik – unter anderem einer Kamera – ausgestattet und finden sich dadurch bestens in Haus und Wohnung der Anwender zurecht. Allerdings erstellen sie quasi im Vorbeifahren auch eine Karte ihres Einsatzortes. Und um diese Karten gehe es.

Man sei sich sicher, dass andere Hersteller von Smart Home Geräten von diesen Daten profitieren könnten und sieht Apple, Amazon und Google als potenzielle Käufer der Smart Home Daten. Zwar gibt es noch keinen unterschriebenen Deal und die genannten Kandidaten halten sich dazu auch bislang bedeckt. Aber Nutzungsdaten und Gewohnheiten sind wertvolle Güter, die viele Unternehmen bestimmt ganz gerne hätten.

Wie kann man auf seine eigenen Smart Home Daten achten?

Oft fehlt es bei vernetzten Geräten und Diensten an konkreten Richtlinien. Als Verbraucher steht man vor der Wahl: Entweder das Gerät oder System benutzen und die eigenen Daten im Zweifel preisgeben oder auf das Angebot verzichten. Deshalb fordern Verbraucherschützer mehr Transparenz – nicht erst seit gestern.

Wer also seine eigenen Smart Home Daten schützen möchte, sollte sich genauestens beim Hersteller informieren. Falls auf Anhieb nichts zum Thema Datenverarbeitung auf der Webseite des Anbieters zu finden ist, einfach mal kurz per E-Mail nachfragen. Je nach Antwortzeit und Infogehalt der Antwort bekommen Sie dann schon ein gutes Bild.

Der Rest ist dann persönliche Abwägung: Was könnte das Produkt für Smart Home Daten sammeln – und was wäre, wenn der Hersteller diese in ein paar Jahren verkaufen möchte? Ist der Zusatznutzen dieser Komponente oder dieses Systems die zusätzliche „Bezahlung“ mit Daten wert? Denn in diesem Punkt unterscheiden sich Smart Home Anbieter ja noch deutlich von sozialen Netzwerken. Schließlich legen Sie für die Hardware noch gutes Geld auf den Tisch, während sich letztere einfach mit dem Erlös aus Ihren Daten begnügen.

Ist die Datenverarbeitung von Smart Home Geräten bei Ihnen ein wichtiger Punkt oder legen Sie hauptsächlich Wert auf die Funktionen?

 

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