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(Bild: Danfoss)

Danfoss Link: Smarte Heizungssteuerung aus Dänemark

Mit TV-Spot in die Vollen: Danfoss Link wird gerade massiv beworben. Doch genauere Infos zum System gehen natürlich unter. Deshalb stellen wir Ihnen die Heizungssteuerung kurz vor.

So funktioniert Danfoss Link

Das System hat den typischen, modularen Aufbau. Eine Zentrale verwaltet alle angeschlossenen Komponenten. Die Zentrale heißt Danfoss Link CC Zentralregler. Dieser Regler steuert alle Thermostate und stellt die Verbindung ins Internet her. Dadurch können Sie Ihre Heizung auch per App von unterwegs aus bedienen. Dazu fehlen nur noch die entsprechenden Thermostate, die die „echte“ Arbeit erledigen. Wer Heizkörper einsetzt, greift zum Connect Thermostat. Die Teile ersetzen Ihre bisherigen Heizkörperthermostate. Doch Danfoss Link kann auch Fußbodenheizungen smart machen. Dafür kommt der so genannte HC Hauptregler für Fußbodenheizung zum Einsatz. Anschließend brauchen Sie bloß noch Raum- und/oder Fußbodenthermostat, um die Temperaturen überwachen zu lassen. Die Geräte arbeiten als Kontrolle und geben Ihre Messwerte ebenfalls an die Zentrale weiter. So heißt Danfoss Link immer genau auf Wunschtemperatur.

Die Komponenten kaufen Sie nach Bedarf, laden sich die Danfoss Link App auf Ihr Smartphone und schon läuft Ihre Heizung smart. Das heißt in diesem Fall, dass Sie Wochenzeitpläne für all Ihre vernetzten Räume festlegen können. Also beispielsweise, dass Ihr Bad morgens pünktlich aufgeheizt ist und sich auch von alleine wieder herunterregelt. Ebenso mit allen weiteren Räumen. So könnte die Temperatur im Kinderzimmer vormittags abgesenkt werden und erst nach Schulschluss wieder aufgeheizt sein. Gleiches gilt für Schlaf- und Arbeitszimmer. Und wenn Sie mal früher Feierabend machen oder Ihr Überstundenkonto füllen, dann justieren Sie bequem per Smartphone nach.

Wie sorgt Danfoss Link für Datensicherheit?

Im Zeitalter von offenbar immer böseren Hackern, die mit ihren Strumpfmasken in womöglich immer dunkleren Kellerräumen sitzen, ist Vorsicht geboten. Besonders bei so sensiblen Bereichen wie dem Smart Home. Die Fernsteuerung von unterwegs mag ein komfortables Feature sein. Aber dabei fließen die Daten nun einmal durch das öffentliche Netz. Deshalb setzt Danfoss Link in diesem Fall auf eine Cloud-Struktur mit AES-Verschlüsselung.

Das sieht dann etwa so aus: Sie starten die Danfoss Link App von unterwegs und möchten Ihre Heizung steuern. Die Verbindung startet. Aber nicht direkt zu Ihnen nach Hause, sondern zum Danfoss Cloud-Server. Und zwar verschlüsselt per AES. Dies ist immer die Stelle, an der auf Regierungen und Banken verwiesen wird, die diesen Standard ebenfalls nutzen. Die Verbindung zwischen Ihrem Zuhause und dem Cloud-Server steht standardmäßig schon. So brauchen Sie an Ihrem Router keine Ports zu öffnen und intern weiterzuleiten. Selbstverständlich ist diese Verbindung auch per AES verschlüsselt. Ihre Steuerungsbefehle vom Smartphone landen also auf dem Danfoss Link Server und werden dann von Ihrem CC Zentralregler dort abgeholt. Fertig ist der Lack.

Systeminterne Kommunikation per Z-Wave

Der CC Zentralregler ist über WLAN mit Ihrem Router verbunden. Diese Verbindung ist – wie sonst auch üblich – per WPA2 verschlüsselt. Und dann fliegen die Datenpakete per Z-Wave weiter zu Ihrem Bestimmungsziel. Also in Richtung Heizkörperthermostat oder Hauptregler für Ihre Fußbodenheizung.

Das soll Danfoss Link Ihnen bringen

In erster Linie sollen Sie mit der Danfoss Heizungssteuerung natürlich Energie sparen. Und in diesem Zusammenhang fällt immer wieder eine Zahl: 30. Denn scheinbar gehört es bei Herstellern vernetzter Thermostate zum guten Ton, bis zu 30% Einsparungen durch die eigenen Produkte anzupreisen. Sagen wir es mal so: Sie müssten jetzt schon ziemlich unachtsam heizen, wenn Sie Energie in dieser Größenordnung sparen wollen – egal ob mit Danfoss Link oder einem anderen System. Dennoch dürfte Ihre nächste Abrechnung geringer ausfallen, aber das hängt eben von Ihren Gewohnheiten und Heiz-Bedürfnissen ab. Vorteil 2 ist ganz klar Komfort. Alle Räume lassen sich per Smartphone beheizen – aus dem Urlaub genauso wie aus dem Büro. Und mit dem festgelegten Zeitplan wird nie wieder über Nacht durchgeheizt. Es sei denn, Sie möchten das.

Wo wir noch Potenzial sehen

Als geschlossenes System ergibt Danfoss Link durchaus Sinn. Wer nur seine Heizung steuern möchte, dürfte das mit dieser Lösung optimal hinbekommen. Aber mehr eben auch nicht. Es gibt keine weiteren Vernetzungsmöglichkeiten. Der Automatisierungsdienst IFTTT ist zum Beispiel nicht in Sicht und weitere Komponenten aus anderen Bereichen des vernetzten Zuhauses sind ebenfalls nicht erkennbar. Durch solche Features hätte man noch ein Scheibchen mehr Komfort und Effizienz erreichen können. Denn wer denkt an einem stressigen Arbeitstag daran, seine Heizung zu regulieren? Das könnte auch in Abhängigkeit des eigenen Standortes automatisiert laufen. Näämlich, wenn Sie sich auf den Heimweg machen. Und wäre es nicht sinnvoll, die Heizung in Abhängigkeit der aktuellen und vorhergesagten Wetterlage zu regeln? Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber diese kleinen Stellschrauben können den Unterschied ausmachen. Mal sehen, ob und was noch kommt.

Weitere Infos zu Danfoss Link bekommen Sie direkt beim Hersteller auf www.danfoss.de.

About Gerrit Schwerz

Gerrit Schwerz

One comment

  1. Wenn man liest, dass in Finnland in ganzen Wohnungskomplexen die Heizung durch Ddos Attacken lahmgelegt wird, beginnt man etwas an der Digitalisierung des Eigenheimes zu zweifeln. Viele Menschen scheinen nur die Vorteile der modernen Technik zu sehen und vergessen sich über die Nachteile zu informieren. Deshalb bin ich froh, dass auch die Hersteller immer neue Wege gehen, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten. AES-Verschlüsselung sollte ein Standard sein, was SmartHome Lösungen angeht.

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