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Point. Ein diskreter Wächter über das Haus

Aufwendige Sicherheitssysteme, Überwachungskameras in jeder Ecke und die totale Überwachung des eigenen Zuhauses – das ging dem Team rund um den Schweden Nils Mattisson erheblich zu weit.

Mattisson war von 2006 bis 2013 bei Apple für die Entwicklung von Prototypen zuständig und hat sich danach voll und ganz dem Projekt Point gewidmet. Die Idee ist einfach: Bewohner sollen die Sicherheit haben, dass zuhause alles in Ordnung ist, aber trotzdem ihre Privatsphäre behalten. Deshalb sucht man bei Point vergeblich nach einer Kamera. Der unauffällige Haus-Sitter arbeitet mit anderen Sensoren und gibt Bescheid, sobald etwas nicht in Ordnung ist.

Das Gerät erkennt Zigarettenqualm, kann mit einer LED-Lampe auf einen zu hohen Geräuschpegel aufmerksam machen und lässt sich für viele Situationen programmieren. Anhand des Protokolls in der Point-App lassen sich die Ereignisse im Haus von überall auf der Welt nachvollziehen. Geöffnete Türen, Raumtemperatur, Einbruchsversuche am Fenster – das alles kann Point erkennen und per Push-Benachrichtigung, Email, LED oder Sirene darauf reagieren.

 

Um Point mit anderen Systemen zu verbinden, eignet sich IFTTT (if this then that). Der Automatisierungsdienst wird ab Werk voll unterstützt. Bei der Verknüpfung sind dem Benutzer fast keine Grenzen gesetzt: Von „Licht einschalten, wenn jemand nach Hause kommt“ bis zur automatischen Statusmeldung auf Facebook oder Twitter ist beinahe alles möglich. Sind die Regeln einmal hinterlegt, benötigt der smarte Helfer nur noch ca. einmal im Jahr neue Batterien und leistet ansonsten fleißig seinen Dienst.

Zuverlässige Überwachung ohne Kamera? Kann das überhaupt funktionieren? Die endgültige Antwort bleibt abzuwarten. Die Idee ist unserer Meinung nach auf jeden Fall vielversprechend und eine gelungene Symbiose aus Sicherheit und Privatsphäre. Zum Stückpreis von $79 ist Point vorbestellbar. Bis zur Lieferung dauert es jedoch noch einige Zeit: Vorbesteller bzw. Unterstützer der Kickstarter-Kampagne sollen die ersten Geräte im Juli 2015 ausgeliefert bekommen. Alle weiteren Informationen sind direkt auf der Kickstarter-Kampagne zu finden.

About Frank Thomsen

Frank Thomsen
Schon 1999 gründete Frank Thomsen die "Hausmatic development GmbH", mit dem Ziel einen IP-basierten SmartHome Standard zu etablieren. Damals der Zeit leider zu weit voraus, musste die Entwicklung aus finanzielle Gründen nach ein paar Jahren wieder eingestellt werden. Trotzdem ist er dieser Leidenschaft immer treu geblieben, und ist seitdem u.a. als freier Berater und Autor in Sachen SmartHome tätig. Zudem ist er Geschäftsführer eines Unternehmens für die Entwicklung individueller Softwarelösungen und, gemeinsam mit einem kleinen Team, als selbständiger IT-Berater, insbesondere für Business-Anwendungen in der Apple-Welt, tätig.

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