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Amazon Cloud Cam
(Bild: Business Wire)

Amazon Cloud Cam: Smarte Alexa-Kamera angekündigt [Update]

Ein Blick über den großen Teich lohnt sich regelmäßig – besonders wenn es um Amazon geht. Denn aus Seattle gibt es die Ankündigung der ersten Alexa-Kamera, der Amazon Cloud Cam. Wir fassen alle wichtigen Infos kurz zusammen.

Die Amazon Cloud Cam im Kurz-Check

Solide Funktionen, keine Überraschungen: Die Amazon Cloud Cam wird sich in Sachen Technik nicht sonderlich von ihren Konkurrenten abheben. Mit 1080p-Auflösung, Weitwinkelobjektiv, Bewegungssensor, Nachtsichtfunktion und Zwei-Wege-Audio wirkt sie nahezu unauffällig. Interessanter wird es beim Speicher. Denn die Amazon Cloud Cam überträgt die aufgezeichneten Clips eben in die Amazon-Cloud. Die Clips der letzten 24 Stunden können Sie dann kostenlos anschauen. Wer darüber hinaus noch weitere Features haben möchte, wird relativ günstig zur Kasse gebeten. Hier die Tarif-Übersicht:

Amazon Cloud Cam Kosten

Wenn Sie alle Features der Amazon Cloud Cam nutzen möchten, benötigen Sie ein kostenpflichtiges Abo. (Bild: Screenshot von Amazon.com)

Selbstverständlich können Sie sich den Livestream jederzeit auch per kompatiblem Echo-Gerät – Stichwort Echo Show – anschauen. Von unterwegs bietet die separate Cloud Cam App Zugriff und Einstellungsmöglichkeiten auf die installierten Kameras. Laut Amazon sollen Sie die Benachrichtigungen tatsächlich so dosieren können, dass Sie immer nur die für Sie wichtigen Meldungen per Push angezeigt bekommen.

Amazon Cloud Cam als Bestandteil von Amazon Key

Ein weiterer Service, den Amazon zunächst in den USA anbieten wird, heißt Amazon Key. Dabei geht es um Ihren Haustürschlüssel bzw. Zugang zu Ihrem Zuhause. Denn bald kann der Lieferdienst Ihnen auf Wunsch die Prime-Bestellungen auch direkt ins Wohnzimmer liefern, wenn niemand zuhause ist. Dazu ist dann ein kompatibles smartes Türschloss notwendig. Beides zusammen – also die Amazon Cloud Cam und ein entsprechendes Smart Lock – wird es als Bundle exklusiv für Prime-Kunden geben. Dann können Sie genau beobachten, wie Ihre Bestellung angeliefert wird.

Preis und Verfügbarkeit

Wie üblich, dürfen wir nicht nur bei Ankündigungen in die USA schauen, sondern auch die ersten Monate nach Marktstart aus der Ferne genießen. Genauso ist es auch bei der Amazon Cloud Cam. Das Teil wird am 08. November 2017 in den USA auf den Markt kommen und einzeln 120 US-Dollar kosten. Zwei Stück zusammen gibt es für 200 US-Dollar und drei für 290 US-Dollar.

Update: Amazon Cloud Cam offenbar manipulierbar

Wie Wired berichtet, haben IT-Experten bereits einen Weg gefunden, um die Amazon Cloud Cam auszutricksen. Konkret ließ sich das Kamerabild wahlweise abschalten oder auch einfrieren. Sie würden dann weiterhin sehen, dass alles in Ordnung ist, obwohl vor der Linse in Wirklichkeit etwas passiert. Allerdings: Der Angreifer muss dazu in Reichweite Ihres WLANs sein. Über das Internet ließe sich der demonstrierte Angriff nicht durchführen. Plus: In Verbindung mit Amazon Key wissen Sie ja ganz genau, welcher Zusteller oder Dienstleister sich Zugang zu Ihren vier Wänden verschafft hat. Sollte dann etwas fehlen oder demoliert worden sein, ist die Liste der Verdächtigen also recht kurz. Und für alle, die sich nun fragen, wie es mit dem dazugehörigen Smart Lock aussieht: Das konnten die Experten nicht überlisten.

So sind die IT-Profis vorgegangen

Wer sich etwas für die Materie interessiert, kann sich genau anschauen, wie sich die Amazon Cloud Cam manipulieren lässt. So kompliziert ist es allerdings gar nicht, denn der Angreifer benutzt dafür eine einfache Deauth Attacke. Das Ergebnis: Der Router bzw. Access Point bricht die Verbindung zur Kamera ab. So können keine Daten mehr übertragen werden. Anstatt diesen Vorfall nun allerdings in der dazugehärigen App anzuzeigen, sehen Anwender weiterhin das eingefrorene Bild. Das funktioniert so lange, bis der Angreifer keine Deauth-Kommandos mehr an den Router sendet. Genau genommen ist die Deauth Attacke auch kein spezifisches Problem der Amazon Cloud Cam, sondern kann bei jedem Gerät im WLAN funktionieren. Der Fehler liegt vielmehr im Umgang mit solch einem Angriff. Im folgenden Clip können Sie sich eine Minute lang anschauen, wie der Angriff aussieht:

Für deutsche Nutzer kaum relevant

Bevor Sie die Amazon Cloud Cam nun komplett vergessen, noch die wichtigste Nachricht: Amazon hat bereits reagiert und ein Software-Update angekündigt. Der Patch soll in Kürze aufgespielt werden und die Sicherheitslücke schließen. Bis zum Marktstart der Amazon Cloud Cam in Deutschland sollte also alles wieder im Lot sein.

Weitere Infos zur Amazon Cloud Cam gibt es auf www.amazon.com.

 

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