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Der deutsche Smart Home Markt
(Bild: Eco - Verband der Internetwirtschaft)

Der deutsche Smart Home Markt: Neue Studie sagt rosige Zeiten voraus

Diesen Monat gibt es mal wieder eine spannende Smart Home Studie. Der deutsche Smart Home Markt bekommt eine Prognose bis 2022 spendiert. Und die Aussichten sind rosig. Zum Selbstgänger werden smarte Produkte deshalb aber noch lange nicht.

Eco und ADL betrachten den deutschen Smart Home Markt bis 2022

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Die Smart Home Umsätze sollen sich bis 2022 auf 4,3 Mrd. Euro verdreifachen. Einzelne Segmente des Marktes sollen Wachstumschance von bis zu 58 Prozent haben. Die Studie „Der deutsche Smart Home Markt 2017-2022“ wurde vom Verband Eco in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little durchgeführt. Dabei wurden sechs Segmente des Smart Home Marktes untersucht:

  • Energiemanagement
  • Licht- und Fenstersteuerung
  • Sicherheit und Zugangskontrolle
  • Unterhaltung
  • Gesundheit und betreutes Wohnen
  • Haushaltsgeräte

Welches Segment hat die größten Chancen?

Gleich zwei der sechs Segmente liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Denn der Bereich Energiemanagement soll ein Potenzial von 1,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2022 haben. Dicht gefolgt von der Licht- und Fenstersteuerung, die es auf 1,2 Milliarden Euro bringen soll. Doch auch die anderen vier Segmente sollen kräftig wachsen. Denn durchschnittlich soll der deutsche Smart Home Markt in den kommenden fünf Jahren 26,4 Prozent pro Jahr zulegen.

Voraussetzungen, die der deutsche Smart Home Markt dafür erfüllen muss

Allerdings sind an die rosige Zukunft auch die ein oder andere Bedingung geknüpft. Hauptpunkt dabei: Die smarten Geräte müssen zueinander kompatibel sein. Ob nun über den utopischen einheitlichen Kommunikationsstandard oder mithilfe von smarten Plattformen, die smarte Produkte herstellerübergreifend vernetzen. Denn nur wenn die smarten Produkte tatsächlich Teile eines funktionierenden Ökosystems werden, werde der Erfolg kommen.

Aus Nutzersicht ist das absolut verständlich: Wer möchte schließlich zig unterschiedliche Insellösungen zuhause haben? Eben, niemand. Interessant: Den deutschen Herstellern werden erstklassige Fähigkeiten bei der Hardware-Entwicklung bescheinigt. Aber bei den Software-Künsten gebe es andererseits noch großes Potenzial: „Während zahlreiche deutsche Unternehmen exzellente Hardwareprodukte herstellen, sind die dazugehörigen smarten Anwendungen oftmals sehr limitiert und nur bedingt nutzerfreundlich,“ sagt Lars Riegel, Principal Arthur D. Little GmbH. Die Empfehlung: Damit der deutsche Smart Home Markt nicht an der Bedienbarkeit scheitert, könnten Unternehmen ihre Source Codes freigeben und die Entwicklung offen gestalten. So ließe sich die „Innovationskraft verwandter Industrien und sogar Konkurrenten“ nutzen. Plus: Damit tatsächlich funktionierende Ökosysteme entstehen könnten, sollten die Hersteller Partnerschaften eingehen und ihre Produkte untereinander kompatibel machen.

Weitere Infos zur Smart Home Studie „Der deutsche Smart Home Markt 2017-2022“ von Eco und ADL bekommen Sie direkt beim Verband unter www.eco.de.

 

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