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Nello One Test

Nello One Test: Unsere Erfahrungen mit dem Türöffner

Um die Haustür eines Mehrfamilienhauses ins Smart Home einzubinden, muss die Gegensprechanlage vernetzt werden. Genau das erledigt Nello One. Ob das gut funktioniert und welche Möglichkeiten der Türöffner bietet, erfahren Sie in unserem Nello One Test.

So funktioniert Nello One

Sie haben von Nello One noch nie gehört? Dann hier der Schnelldurchlauf, wozu das Gerät gedacht ist. Einsatzort sind Mehrfamilienhäuser mit Gegensprechanlage. Nello One wird an die vorhandene Anlage angeschlossen und macht sie dadurch über Ihr Smartphone steuerbar. Wenn es an der Tür klingelt, bekommen Sie eine Push-Benachrichtigung und können dann per App den Surrer drücken. Das funktioniert manuell, aber auch zeitgesteuert, in Abhängigkeit Ihrer Position und natürlich aus der Ferne. Nicht mehr und nicht weniger.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Sie können darüber keine Gespräche führen, haben bei Video-Gegensprechanlagen keinen Zugriff auf die Bilder und Ihre Wohnungstür bleibt ebenfalls geschlossen. Ihr Besuch kann also die Haustür öffnen und steht dann im Flur. Um die Wohnungstür zu vernetzen, benötigen Sie ein separates Smart Lock, doch dazu später mehr. Jetzt legen wir erst einmal mit unserem Nello One Test los, packen das Gerät aus und schließen es an.

Nello One Test: Die Installation

Pro Daumen, den Sie besitzen, dauert das folgende Prozedere etwa 8 Minuten. Im Idealfall sind Sie also nach einer guten Viertelstunde fertig. Mit zwei linken Händen, an denen sich nur Daumen befinden, brauchen Sie vielleicht etwas länger, aber Sie werden die Nello One Installation auf jeden Fall meistern. Warum wir uns da so sicher sind? Ganz einfach: Die App nimmt Sie an die Hand und führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

Nello One Unboxing

Klein, schmal und hübsch verpackt: So wird Nello One versendet.

Nello One Packungsinhalt

Und das befindet im Karton: Nello One, Drähte, ein kleiner Schraubendreher und Gebrauchshinweise auf Deutsch.

Schritt 1 in unserem Nello One Test ist also die Installation der App auf Ihrem Smartphone (verfügbar für Android und iOS). Anschließend erstellen wir einen Account ein und tragen die Adresse ein, an der wir Nello One verwenden. Das ist für den Homezone Unlock notwendig, doch darauf kommen wir später noch einmal zurück.

Dann wählen wir unsere Gegensprechanlage aus und bekommen im nächsten Schritt den Nello Schaltplan angezeigt. Zunächst werden die mitgelieferten Drähte in das Gerät gesteckt und klicken dort ein. Danach zeigt die App, welcher Draht wo mit der Gegensprechanlage verbunden werden muss.

Nello One Installation

Weiter-Weiter-Fertig: Auch als Laie ist die Verdrahtung gut zu erledigen.

Danach gibt es eine kurze Verschnaufpause, denn Nello One lädt erst einmal auf. Den Strom dafür bezieht der Türöffner direkt von der Gegensprechanlage. Sie brauchen also kein Netzkabel anzuschließen oder Batterien zu wechseln. Sobald die Nello One LED grün blinkt, kann es mit der Vernetzung weitergehen.

Nello One WLAN einrichten

Einfache Vernetzung über 2.4 GHz WLAN: Einfach die SSID und das Passwort eingeben und schon baut Nello One die Verbindung auf.

Nach erfolgreicher Verbindung halten wir das Display des Smartphones vor Nello One. Durch das Blinksignal werden Einstellungen übertragen. Und zum Abschluss des Setups wird noch die Funktionsfähigkeit getestet.

Bei uns hat direkt beim ersten Versuch alles funktioniert – und wir konnten unseren Nello One Test im Alltag fortführen.

Nello One App: Diese Features können Sie nutzen

Dazu setzen wir uns direkt nach der Installation als erstes mit den Funktionen auseinander. Folgendes lässt sich mit der Nello App anstellen:

Ereignis-Protokoll

Hier sehen Sie in chronologischer Reihenfolge, was an Ihrer Haustür vor sich gegangen ist. Jedes Klingeln wird vermerkt, ebenso wenn der Türöffner selbst aktiv wurde oder Sie die Tür per App geöffnet haben. Ein Ereignis wird jedoch nicht protokolliert – und zwar das manuelle Drücken des Knopfes an der Gegensprechanlage.

Andere Benutzer hinzufügen

Direkt nach dem Einrichten haben erst einmal nur Sie Zugriff auf die smarten Funktionen von Nello One. Über den Reiter Users können Sie anderen Benutzern ebenfalls Zugriff gewähren. Das sind in erster Linie wahrscheinlich Ihre Mitbewohner, können aber auch Freunde, die Schwiegermutter oder Personal sein. Praktisch: Sie legen die Details selbst fest und können auch feste Zeiten für den Zugang bestimmen. Also etwa jeden Morgen zwischen 7 und 8. Oder immer mittwochs und so weiter.

Swipe to Unlock

In diesem Menüpunkt befindet sich der Schieberegler, mit dem Sie Ihre Haustür manuell per App öffnen können. Das funktioniert sowohl im eigenen WLAN, als auch aus der Ferne. Positiv: Auch über Mobilfunk (LTE) vergingen in unserem Nello One Test dauerhaft nur 1-2 Sekunden bis die Tür öffnet.

Nello One Unlock

Zeitfenster zum automatischen Öffnen

Wenn Sie Besuch oder Handwerker erwarten, können Sie hier festlegen, dass Nello One die Haustür sofort öffnet, wenn jemand Ihre Klingel betätigt. Diese Funktion ist auch dafür vorgesehen, Ihren Paketzusteller in den Flur zu lassen.

Ablageort bei Paketdienstleistern hinterlegen

Damit das Ablegen der Pakete funktioniert, müssen Sie jedem in Frage kommenden Logistikunternehmen die Erlaubnis dazu erteilen. Auch das geht über die Nello App und über den entsprechenden Reiter im Menü. Hinweis: Solch eine Erlaubnis ist personengebunden, gilt also nicht automatisch für den gesamten Haushalt, sondern muss für jeden Bewohner einzeln erteilt werden.

Einstellungen zu Push-Benachrichtigungen und Homezone Unlock

Hinter dem Zahnrad verbergen sich noch ein paar wichtige Einstellungen für den Gebrauch im Alltag. Denn einerseits können Sie die Push-Benachrichtigungen konfigurieren und andererseits auch den oben bereits erwähnten Homezone Unlock. Dort legen Sie sowohl den Radius um Ihre Zuhause, als auch die Zeitspanne fest. Sobald Sie dann den vorher definierten Bereich betreten, öffnet Nello One Ihre Haustür automatisch innerhalb der festgelegten Zeitspanne.

Nello One Test: Erfahrungen im Alltag

Die Installation ist erledigt, die App eingerichtet. Dann wurde es wirklich ernst und unser Nello One Test ging unter Alltagsbedingungen weiter. Folgende Erfahrungen haben wir gemacht:

Das System hat wirklich schnelle Reaktionszeiten. Klingelt es an der Tür, landet die Push-Benachrichtigung im gleichen Moment auf dem Smartphone – in unserem Test kam ein Galaxy S7 edge von Samsung mit Android 7.0 zum Einsatz. Genauso schnell klappt auch das manuelle Öffnen per Schieberegler in der App. Allerdings: Dazu muss immer erst das Smartphone die App geöffnet und der Unlock-Reiter ausgewählt werden. Hier wünschen wir uns eine schnellere Möglichkeit, zum Beispiel ein Unlock-Widget auf dem Startbildschirm oder eine Auswahlmöglichkeit direkt in der Benachrichtigung.

Der Homezone Unlock hängt stark von der Standortbestimmung des Smartphones ab. Soll heißen: Als Android-Nutzer sollten Sie in den Standort-Einstellungen „hohe Genauigkeit“ auswählen. Doch selbst dann springt der Standort teilweise im Bereich von 150 Metern hin und her. Warum ist das wichtig? Ganz einfach: Damit der Homezone Unlock nur dann öffnet, wenn Sie wieder nach Hause kommen, sollten Sie den Bereich entsprechend groß wählen. In unserem Nello One Test hat sich ein Bereich von 200 Metern als ideal herausgestellt. Das kann von Smartphone zu Smartphone natürlich variieren, dennoch sollten Sie darauf achten, dass Ihr Smartphone den Standort nicht erst außerhalb des Homezone Unlock-Bereichs bestimmt und kurze Zeit später wieder hineinrutscht. Dann wäre nämlich die Zeitspanne wieder aktiv, sodass jeder, der klingelt automatisch hereingelassen wird.

Was wir uns für die Zukunft wünschen – und was schon angekündigt ist

Einige Features sind bereits angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Dazu gehört in erster Linie der große Punkt der Vernetzung. Denn eine vernetzte Haustür ergibt im Mehrfamilienhaus erst dann Sinn, wenn auch die Wohnungstür mitspielt. Wer im Hausflur nach dem Schlüssel suchen muss, kann das auch schon an der Haustür machen. Hier gibt es gute Nachrichten, denn Nello hat Kooperationen mit Nuki und Yale angekündigt. Außerdem stehen ein Alexa Skill, IFTTT-Integration und eine eigene API in den Startlöchern.

Leider konnten wir diese Features noch nicht in unseren Nello One Test mit aufnehmen, doch wir tun dies gerne, sobald sie verfügbar sind.

Was viele deutsche Nutzer freuen dürfte: Es soll demnächst auch eine deutsche Version der Nello App geben.

Nello One Test – Fazit

Wer im Mehrfamilienhaus lebt, bekommt mit Nello One ein passendes Werkzeug, um die Haustür einfach per App oder automatisch zu öffnen. Für die anderen Mietparteien im Haus ändert sich dadurch rein gar nichts, sodass jeder selbst entscheiden kann, ob er den Knopf zum Öffnen der Tür ins Smart Home holt. Das System arbeitet zügig und zuverlässig. Allerdings wären Schnellzugriffe bzw. Widgets wünschenswert, um schnell reagieren zu können.

Um wirklich schlüssellosen Zugang zur eigenen Wohnung zu bekommen, ist ein Smart Lock an der Wohnungstür erforderlich. Hier hätten wir uns von Haus aus Vernetzungsmöglichkeiten gewünscht. Dass diese bereits angekündigt sind, schwächt diesen Punkt jedoch deutlich ab. Mit einmaligen 120 Euro liegt der Anschaffungspreis aus unserer Sicht im fairen Bereich für den gebotenen Mehrwert – insbesondere auch mit Blick auf die zukünftigen Ankündigungen. Von uns also eine Kaufempfehlung, die sich im Laufe des Jahres 2018 wohl umso mehr auszahlen wird.

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Gerrit Schwerz

One comment

  1. Zuverlässigkeit ist leider nicht gegeben. Wenn man vor der Türe steht und dann nicht rein kommt weil das System nicht funktioniert, dann ist man sauer

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