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CES 2017 Smart Home Highlights
(Bild: CES)

CES 2017: Die Smart Home Highlights aus Las Vegas

Das Technik-Jahr startet traditionell mit der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. In diesem Jahr findet die Messe bereits zum 50. Mal statt. Wir stellen Ihnen die CES 2017 Highlights aus dem Bereich Smart Home vor.

CES 2017 Highlights von Netatmo

Den Anfang macht dieses Jahr Netatmo. Der französische Smart Home Hersteller präsentierte zwei neue Produkte: Einen Smarten Rauchmelder und eine Alarmsirene für den Innenbereich. Damit ergänzt Netatmo seine bestehenden Sicherheitskameras Welcome und Presence.

Netatmo Smarter Rauchmelder – mit IFTTT- und HomeKit-Anbindung

Das auf der CES 2017 vorgestellte Gerät funktioniert wie ein herkömmlicher Rauchmelder: Entdeckt er Rauch, heult die integrierte Sirene mit 85 dB los. Das Besondere: Die Steuerung und Benachrichtigung per App. Und zwar keiner neu aus dem Boden gestampften, sondern der von den Kameras bekannten Netatmo Security App. Dort weisen Sie Ihren Smarten Rauchmeldern Räume zu und erhalten dann im Alarmfall eine präzise Benachrichtigung. Wenn Sie dann „Rauch in der Küche entdeckt“ als Push auf Ihr Smartphone bekommen, ist die Pizza vermutlich nicht mehr zu retten. Sie und Ihre Mitbewohner im Ernstfall aber viel besser. Denn die Benachrichtigung bekommen Sie natürlich auch unterwegs. Dadurch können Sie direkt eingreifen und zum Beispiel die Feuerwehr verständigen.

Weitere Features: IFTTT und HomeKit. Denn Sie können Netatmo Smarter Rauchmelder auch bequem mit anderen Geräten und Diensten vernetzen. So geht beispielsweise automatisch das Licht an, sobald Rauch entdeckt wurde. Oder Sie twittern, dass Ihr Haus brennt. Oder oder oder. Das erledigen Sie entweder per IFTTT oder direkt aus der Home App auf Ihrem iPhone.

Netatmo Alarmsirene für den Innenbereich – Accessoire für die Welcome Kamera

Das zweite CES 2017 Produkt von Netatmo dient ebenfalls Ihrer Sicherheit. Allerdings nicht im Brandfall, sondern bei Einbrüchen. Denn die Netatmo Alarmsirene für den Innenbereich ist ein Zubehör für die Indoor-Kamera Welcome. Allein ist sie nicht zu gebrauchen. Denn die Kamera fungiert als Alarmauslöser. Erkennt sie eine Bewegung oder ein unbekanntes Gesicht, dann leitet sie ihre Feststellung an die Alarmsirene für den Innenbereich weiter. Und Sie bestimmen über die Netatmo Security App, was in welchem Fall passieren soll.

Lassen Sie beispielsweise vorinstallierte Audionachrichten abspielen, falls jemand Unbefugtes Ihre Garage betritt. Oder setzen Sie die Alarmsirene für den Innenbereich als Melder für andere Notfälle ein. Vielleicht, um ein Wasserleck, Orkanböen oder fremde Gestalten im Sichtfeld Ihrer Kameras zu melden. Sie können das gute Stück bloß nicht draußen anbringen.

CES 2017 Gadget: Kérastase Hair Coach

Das Smart Home zieht sich durch das komplette Zuhause. Doch noch immer ist nicht jedes Utensil in einer vernetzten Variante erhältlich. Doch seit der CES 2017 lässt sich auch das Haar auf dem Kopf smart kämmen. Und zwar mit der smarten Haarbürste Hair Coach, die aus einer Zusammenarbeit zwischen Withings, Kérastase und L’Oreal entstanden ist.

Was bringt die smarte Haarbürste von der CES 2017?

In erster Linie soll das Kämmen mit der Hair Coach Bürste Ihr Haar gesünder machen. Und dafür sind im Körper der Bürste zahlreiche Sensoren verbaut. Da wäre zum Beispiel ein Mikrofon, das genau zuhört. Denn aus dem Bürsten-Sound soll sich einiges über den Zustand Ihrer Haare ableiten lassen. Haben Sie überhaupt Haare? Sind Ihre Haare vielleicht kraus oder zu trocken oder haben Sie womöglich sogar Spliss? Angeblich kann die smarte Haarbürste das alles heraushören. Außerdem arbeiten ein 3-Achsen-Kraftsensor, ein Beschleunigungssensor, Leitfähigkeitssensoren und ein Gyroskop im Hair Coach. Wie bei einer vernetzten Zahnbürste bekommen Sie also auch beim Haare bürsten Feedback, falls Sie zu kräftig kämmen. Mit Hilfe der Leitfähigkeitssensoren stellt die Bürste fest, ob Ihr Haar beim Kämmen trocken oder nass ist. Dadurch wird die Haar-Analyse präziser.

So funktioniert der Hair Coach von der CES 2017

Der Hair Coach startet automatisch sobald Sie mit dem Kämmen beginnen. Die gesammelten Daten wandern anschließend automatisch per Bluetooth oder WLAN auf die dazugehörige App auf Ihrem Smartphone. Und die App zeigt Ihnen dazu auch noch Pflegetipps und selbstverständlich auch die passenden Produkte aus dem Sortiment von Kérastase an. Das smarte Kämmen startet aber erst nach der CES 2017. Denn der Hair Coach soll erst gegen Mitte des Jahres erhältlich sein und weniger als 200 Euro kosten.

CES 2017: Amazon Alexa nicht mehr nur im Echo-Lautsprecher

Anstatt um ein konkretes Smart Home Produkt geht es jetzt um einen Service. Nämlich um die digitale Assistentin Alexa von Amazon. Denn die gibt sich nicht mehr nur mit ihrem zylindrischen Zuhause zufrieden, sondern hält Einzug auf immer mehr Geräte.

LG Smart InstaView Kühlschrank

So stellte LG auf der CES 2017 den absoluten Smart Home Klassiker vor. Diesmal aber wirklich. Die Rede ist natürlich von einem smarten Kühlschrank. Und dieser so genannte LG Smart InstaView Kühlschrank nimmt über Alexa nicht nur die blichen Sprachbefehle entgegen, sondern kann selbstverständlich auch Lebensmittel bestellen. Trotzdem hat das gute Stück noch ein Display an der Front, über das es ebenfalls bedient werden kann.

Alexa als direkter Konkurrent zum Google Assistant auf dem Smartphone

Huawei hat auf der CES 2017 die Katze aus dem Sack gelassen: Alexa wird auf dem Smartphone-Modell Mate 9 des chinesischen Herstellers. Dadurch lassen sich dann die typischen sprachgesteuerten Aktionen vornehmen, zum Beispiel Wecker stellen, Wettervorhersage abfragen oder Verkehr auf dem Arbeitsweg checken. Allerdings ist der Deutschland-Start von Alexa auf dem Hauwei Mate 9 noch nicht klar. Aber das kann ja noch werden.

Alexa wird mobil – in neuen Autos von Ford

Auf der CES 2017 stellen seit geraumer Zeit auch immer mehr Automobilhersteller ihre Innovationen aus. Dazu gehört natürlich auch die US-Marke Ford. Und auf deren Stand war ebenfalls von Amazons Alexa die Rede. Durch die Integration können Sie dann schon von drinnen den Befehl zum Auf-/Abschließen oder Starten des Motors geben. Schade, dass Alexa nicht Harry heißt, oder? Im zweiten Schritt der Alexa-Integration sollen Sie dann auch umgekehrt Befehle geben können. Also während der Fahrt Ihr Zuhause steuern, Musik abspielen, Sportergebnisse abfragen oder was Ihnen sonst so einfällt. Schauen Sie mal:

Alexa auch auf Smart TVs

Bislang beschränkt sich das TV-Engagement von Amazon auf Sticks. Jetzt hat der Online-Riese auf der CES 2017 angekündigt, in Zukunft vollwertige Fire-TVs anzubieten. Also ein eigener Amazon-Fernseher – mit 4k-Auflösung und natürlich Alexa mit an Bord. Dazu läuft auf den verschiedenen Modellen eine weiterentwickelte und für Fernseher angepasste Version von Fire OS. Zunächst sind die Geräte aber nur für den US-Markt angekündigt. Ob und wann sie es nach Deutschland schaffen, ist bisher nicht bekannt.

Aristotle von Mattel: Der Amazon Echo für Kinder

Sie fanden die Haarbürste kurios? Dann wird Sie Aristotle von Mattel vielleicht noch mehr überraschen. Denn dieses Produkt ist für Kinder konzipiert – und soll ähnliche Funktionen übernehmen wie Amazon Echo für die Großen.

mattel aristotle ces 2017

So sieht er aus: Aristotle, der digitale Assistent für Kinder. (Bild: Mattel)

Der US-Spielzeughersteller hat Aristotle auf der CES 2017 vorgestellt. Ab Juni soll der Assistent dann auf den Markt kommen. Und das sind die wesentlichen Funktionen und Features: Der Lautsprecher hört nicht nur zu, sondern kann auch selbst mit dem Nachwuchs sprechen. Besonders wenn der Nachwuchs selbst noch kein Wörtchen von sich geben kann. So singt Aristotle dem Baby zum Beispiel Einschlaflieder vor, sobald er bemerkt, dass das Kind unruhig wird. Und wenn Junior dann ein paar Zähler auf dem Alterskonto gesammelt hat, kann er sein Nachtlicht selbst per Sprachbefehl einschalten oder über Aristotle die Eltern über einen schlechten Traum informieren.

Der Lautsprecher funkt über Bluetooth und WiFi direct. Darüber lässt sich auch Zubehör einrichten, zum Beispiel eine zusätzliche Kamera. So können Eltern informiert werden, falls der Babybedarf knapp wird. Wer möchte, ordert Windeln oder Brei dann auch einfach per Sprachbefehl nach. Mattel hat auf der CES 2017 wohl auch schon den angestrebten Verkaufspreis durchsickern lassen: Ein Aristotle könnte demnach rund 300 US-Dollar kosten.

Smartcane: Der vernetzte Gehstock

Wieder ein anfangs kurios wirkendes Gadget von der CES 2017: Smartcane des französischen Unternehmens Dring. Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um einen ganz normalen Gehstock. Aber im Inneren von Smartcane schlummert Hightech. Denn das Teil bietet reichlich Sensoren für Senioren.

Dadurch sind rüstige Rentner unterwegs niemals alleine. Denn dank Beschleunigungssensor, Gyroskop und GPS weiß Smartcane immer genau, wo er sich befindet. Und lernt seinen Besitzer mit der Zeit kennen. Und dann kann der Stock ziemlich nützlich werden. Denn sollte er Abweichungen von der normalen Route feststellen, kann er Angehörige oder den Pflegedienst alarmieren. Das funktioniert auch, wenn er zum Beispiel hinfällt und für längere Zeit nicht wieder aufgehoben wird. Schließlich ist dann auch davon auszugehen, dass der Besitzer Hilfe benötigt.

dring smartcane ces 2017

Dring Smartcane.jpg Smart am Stock gehen: Der Dring Smartcane ist auch in auffallenden Farben wie Orange erhältlich. (Bild: Dring)

Auf den ersten Blick wirkt ein smarter Spazierstock vielleicht übervorsichtig bis bevormundend. Andererseits kann er im Ernstfall einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten. Denn wenn die übliche Spaziergangsroute nicht durch den Stadtpark, sondern über etwas abgelegenere Wege stattfindet, kann bei einem Sturz oder sonstigem Notfall wertvolle Zeit verstreichen. Auf jeden Fall ein sinnvolles Gadget von der ES 2017. Aber: Wann und für wie viel Geld der smarte Gehstock auf den Markt kommen wird, verriet uns der Hersteller bislang leider nicht.

Bosch Smart Home soll persönlicher werden

Im Hause Bosch setzte man auf der CES 2017 auf Emotionen. Vernetzte Geräte seien auf dem Weg zu intelligenten Begleitern zu werden. „Die vernetzte Welt wird zunehmend emotional. Geräte werden zu intelligenten Begleitern, die den Alltag erleichtern und sicherer machen – sei es zu Hause, in der Stadt, im Auto oder bei der Arbeit“, so Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth. Boschs langfristiges Ziel sei es, 100 Prozent aller elektronischen Erzeugnisse zu vernetzen. Im Zuge dessen sollen intelligenten Services und Funktionen einen Mehrwert bieten. Selbstverständlich auch mit persönlicher Note. Wir sind gespannt.

Bosch Smart Home: Alte Bekannte mit neuen Terminen

Konkrete Smart Home Neuheiten mit Bosch-Label gab es leider nicht. Doch die bereits auf der IFA im September 2016 (Bericht) vorgestellten Produkte waren auch auf der CES 2017 wieder mit dabei. Allerdings haben sich die Daten etwas nach hinten geschoben. Denn Nutzer warten noch immer auf den per kostenlosem Update angekündigten Szenario-Manager. Das Tool sollte ursprünglich bereits im vergangenen Oktober ausgerollt werden. Doch es lässt weiterhin auf sich warten. Und leider nannte Bosch auf der CES 2017 auch kein genaues Release-Datum.

Die ebenfalls bereits von der IFA 2016 bekannten Ankündigungen wie Twinguard, Innenkamera und Co verzögern sich auch noch ein paar Monate. Auf der CES 2017 gab Bosch den Marktstart der Geräte mit Mitte 2017 an. Im September war noch von Anfang des Jahres die Rede. Naja, gut Ding braucht eben Weile, oder?

Dieses Kerlchen sorgt für Trubel im Bosch Smart Home

Anstatt also neue Standard-Komponenten zu präsentieren, überließ Bosch die Show dem unternehmenseigenen Start-up Mayfield Robotics. Denn das Entwicklerteam stellte auf der CES 2017 mit Kuri einen Roboter für zuhause vor. Und der sieht aus so ähnlich aus wie eine Mensch-ärgere-Dich-nicht-Figur. Bloß dass er mit seinen rund 50 Zentimetern Höhe etwas größer ist und Augen hat. Mit denen kann er blinzeln und damit wirkt er direkt sehr persönlich. Ein kleines, fiepsendes Kerlchen, das im Haushalt hilft. Zwar nicht beim Abwasch oder anderen körperlichen Arbeiten. Aber dafür können Sie ihn nachts auf Patrouille schicken und ihn tagsüber ganz ähnlich wie Alexa behandeln.

So spielen Sie zum Beispiel über Kuri Ihre Lieblingssongs ab oder steuern eben Ihr Smart Home. Und wenn Sie unterwegs sind, greifen Sie per App auf Ihren Roboter zu. Darüber können Sie zuhause reinschauen und den kleinen Racker auch fernsteuern oder per Sprachbefehl herumkommandieren.

Damit Sie etwas sehen können, hat Kuri eine HD-Kamera mit an Bord. Außerdem hört er Ihnen mit ganzen vier Mikrofonen zu. Musik und sein Gefiepse gibt er über zwei Lautsprecher wieder. Was die Mobilität angeht, ist er in etwa vergleichbar mit einem Saugroboter. Nach „mehreren Stunden“ ist Schluss und er fährt von allein wieder auf seine Ladestation. Dann gehen selbstverständlich auch die Augen zu und der Kopf neigt sich leicht nach vorne. Kuri wurde erstmals auf der CES 2017 vorgestellt und soll im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. US-Kunden können den Roboter ab sofort für 699 US-Dollar vorbestellen.

digitalSTROM Pepper: Der kaffee-servierende Roboter

Auf keinen Fall möchten wir, dass Kuri sich schlecht fühlt. Aber trotzdem können wir Ihnen Pepper nicht vorenthalten. Der ist mit seinen 1,20m mehr als doppelt so groß wie Kuri und wirkt durch seine Arme auch noch eine Portion menschlicher.

CES 2017 digitalSTROM Pepper

Käffchen gefällig? Pepper erledigt das mühelos für Sie. Sagen Sie einfach, was Sie gerne hätten. (Bild: digitalSTROM)

So sollen Sie mit Pepper durch ganz natürliche Sprache oder Gesten kommunizieren können. Der Roboter erfüllt Ihre Wünsche dann entweder höchstpersönlich oder steuert wiederum selbst andere Smart Home Geräte. Und auch dabei sind beide Kommunikationsrichtungen vorgesehen. Denn einerseits kann Pepper mitteilen, was er gerne erledigt hätte. Aber andererseits kann ihn zum Beispiel die Kaffeemaschine um ein Foto bitten. So wird dann schnell klar, ob auch die richtige Tasse für das gewählte Getränk unter dem Auslauf steht. Wer smart ist, hilft sich eben gegenseitig – das gilt jetzt insbesondere auch für Maschinen.

Dieser Artikel wird während und nach der CES 2017 laufend aktualisiert.

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